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Lunch mit Eva

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Eva Poleschinski als Designerin beim "Fashion Lunch" in Wien

Seit Oktober 2010 erhalten ausgesuchte ModedesignerInnen die Chance, im Rahmen organisierter Fashion Lunches über ihren Werdegang zu sprechen. Die Lunches finden in dem Nobelhotel "The Ring" statt, wo Viktoria Egger im Zuge einer Besprechung mit Carl-Peter Echtermeijer, dem Assistant General Manager des Hotels, ins Gespräch kam. 



Eva Poleschinski war in Wien nach Lunches mit Tiberius-Designer Marcos Valenzuela und Maria Doychinova von Doychnioff die dritte DesignerIn, die zu diesem exklusiven Event geladen wurde und das ließ sich AUSTRIANFASHION.NET nicht entgehen...


épanoui ist ein französisches Adjektiv, das im Deutschen soviel wie "erblüht" und "freudestrahlend" bedeutet. Durchaus zutreffend für die junge Modedesignerin Eva Poleschinski, die umringt von einem ausgesuchten Fachpublikum an einer langen Tafel des Wiener Hotel-Restaurants "at eight" sitzt. Sie ist gekommen, um über ihren Werdegang zu berichten und über ihr Label [ep_anoui] by eva poleschinski. Es trägt ihre Initialen zu Beginn, der Rest ist das Blühen das sie selbst ausstrahlt.


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(c) Julian Laidig, www.hole-magazine.com


Derzeit befindet sich Eva Poleschinski im intensiven Arbeitsprozess für die neue Spring/Summer Kollektion 2012 die sie diesen Sommer auf der Berlin Fashion Week zeigen wird. Im Herbst folgt Paris. Gemeinsam mit ihrer derzeitigen Praktikantin Rèka Pòsztor Turàk sitzt sie an diesem Samstagmittag zu Tisch und berichtet leidenschaftlich über eine Kollektion, von der sie verspricht, dass sie "plain" werden wird. Fast zur Gänze in Schwarz, mit raffiniert aufgestickten Pailletten, teilweise sogar auf Sonnenplissée, was für Poleschinski momentan die große Herausforderung ausmacht.

 

[ep_anoui] S/S 2011 by Andreas Waldschuetz


Sie ist eine Designerin bei der jede Naht sitzt. Nächtelang sitzt sie selbst in ihrem Atelier und stickt die Stunden weg. Während sie das erzählt, fallen ihre behandschuhten Hände auf. Sie trägt die ledernen Handschuhe nicht aus Affektiertheit. Ihre Hände sind vom intensiven Handwerk sicherlich in Mitleidenschaft gezogen, aber ohne Leidenschaft geht nun mal nichts, weiß Poleschinski nur allzu gut.


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Eva mit Leni von Style Kitchen und Maria von Stylekingdom


Im Alter von 24 Jahren hat sich die von departure geförderte Eva Poleschinski 2008 mit ihrem Label selbstständig gemacht und arbeitet seitdem beständig an ihrer Karriere. Wenn sie nicht gerade in Wien im Atelier arbeitet, nimmt sie lange Wege auf sich, um in Lustenau bei der Stickerei Hoferhecht die Entwicklung ihrer Kreationen voranzutreiben. 


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Bei ihrem Label "ep_anoui" ist ihr aber nicht nur das Stickhandwerk ein großes Anliegen. Sie arbeitet grundsätzlich mit Naturmaterialien und versteht sich in ihrer Formensprache darauf, schwer wirkende Stoffe fließend zu machen und oft transparente Spitze einzusetzen. In ihren Kollektionen sucht sie bewusst die Verbindung von "üppig" und "schlicht". "Ich kreiere 'cleane' Kollektionsteile genauso wie meine detailverliebten Kreationen. Am liebsten mit Pailletten, die ich von Anfang an eingesetzt habe", sagt sie.


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Nach Vitello Tonnato, Hirschkalb und Créme Brûlée wechselt man zwei Stöcke höher in die geräumige Suite 203 


Unkompliziert fährt Eva Poleschinski mit dem Kleiderständer aus dem Nebenzimmer vor. Am Kopf des Besprechungstischs liefert sie einen Rückblick auf ihr bisheriges Schaffen. Zwischendurch steht sie auf, um ein Kleid vom Ständer zu nehmen, zu dem sie noch etwas erzählen will. Der Knochen-Body als das ikonische Teil ihrer "ash to ash"-Kollektion reißen ihr die JournalistInnen förmlich aus den Händen. Schnelles Betätigen der Auslöser imposanter Kameras und schicker Smartphones ist die Folge. 


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Ihre Zielgruppen sind nicht klar definierbar, sagt Eva Poleschinski. Ihre zahlkräftige Kundschaft in Saudi-Arabien, Korea und den USA bestellen immer unterschiedlich und weniger dem Klischee entsprechend, als man vielleicht denken mag. Mit Österreich fühlt sie sich verbunden. Wien ist für sie ein schöner Ort, um von hier aus weite Kreise ins Ausland ziehen zu können. Es ist eine Stadt die "gewaltige Tradition hat und feste Wurzeln in der Modekultur hat", sagt Poleschinski. Das populäre Schlechtmachen des angeblich hinterwäldlerischen Wiens ist ihr eher ein Rätsel, denn gerade Österreich bietet in der Hauptstadt vielen jungen Designern die Möglichkeit sich zu präsentieren.
 

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Dass Steirerblut kein Himbeersaft ist, versteht sich bei der aus Hartberg stammenden Eva Poleschinski übrigens auch von selbst: Der ebenfalls aus Hartberg stammende Brillenhersteller Andy Wolf stellte eine Brille für ihr Vienna Awards 2010 Plakat zur Verfügung und in Anna F. sieht Poleschinski ein ideales "Aushängeschild" ihres Labels, wenn die aus der Steiermark stammende Popsängerin medienwirksam elegante Kreationen von ep_anoui mit ihrem ureigenen Stil kombiniert - "Wieso soll Anna F. nicht in Turnschuhen zur Romy-Verleihung gehen, wenn andere in Stöckelschuhen kommen, in denen sie nicht gehen können?!", fragt Eva Poleschinski frech und grinst in die Runde.

[ep_anui] by eva poleschinski
[ep_diary] by eva poleschinski


Weitere Eindrücke vom Lunch:

Text: Rainer Hawlik
Fotos: Startbild, Kollektion Spring Summer 11, Fotos (c) Julia Spicker
Fotos in Suite (c) Teresa Hammerl






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