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Fünf START-Stipendiaten 2010 aus dem Bereich Mode nutzen heuer ihre Chance.



2011 erhalten fünf junge Modeschaffende finanzielle Unterstützung die mit dem START-Stipendium 2010 verbunden ist, das heuer vom
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur mittlerweile bereits zum dritten Mal ausgeschrieben wurde. 

 

Astrid Deigner, Zvezdana Pelengic-Strajinovic, Franziska Fürpaß, Saskia Wendland und Michael Sellinger hatten im Vorjahr um das START-Stipendium 2010 angesucht, das sich an österreichische, aber auch seit mindestens drei Jahren in Österreich lebende KünstlerInnen richtet, deren Studienabschluss nicht länger als fünf Jahre zurückliegt und die nicht älter als 35 Jahre sind.

 

Für insgesamt 90 START-Stipendien verschiedener Fachbereiche bewarben sich bei der zweiten Ausschreibung des begehrten Stipendiums - mit dem 6.600 € verbunden sind - 568 KünstlerInnen. Die externe Fachjury im Bereich Mode wurde 2010 von Claudia Rosa Lukas, Cloed Baumgartner und Ursula Weiser im Beisein von Olga Okunev (BMUKK) gestellt.


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Foto (c) Kurt Prinz

 

Saskia Wendland hatte Grund zur doppelten Freude: Zuerst durfte sie sich über die Zuerkennung des START-Stipendiums freuen, wenige Wochen später erhielt sie aus den Händen von Kulturministerin Dr. Claudia Schmied den Modepreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur im Rahmen der "AFA − Austria Fashion Awards 2010" im Semperdepot. 

 

"Ich habe mich für das START-Stipendium beworben, um mit der finanziellen Unterstützung ein Praktikum in London bei Marios Schwab machen zu können", sagt Wendland im Interview, "Gleichzeitig hatte ich mich für den BMUKK Preis beworben. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass ich beide Stipendien erhalten werde." Die 1980 in Frankfurt am Main geborene Designerin studierte von 2001-2002 an der "Koninklijke Academie voor Schoone Kunsten" im belgischen Antwerpen Modedesign, bevor sie sich in demselben Fach in Wien an der Universität für angewandte Kunst immatrikulierte. 

 

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Foto (c) Kurt Prinz

 

2008 machte Wendland den Abschluss. "Gerade nach einer Diplomarbeit ist fast jeder finanziell ausgebrannt. Jeder Cent und jede Minute werden in die Diplomarbeit gesteckt. Das START-Stipendium gibt einem die möglichkeit den nächsten Schritt zu machen.", sagt Wendland die derzeit in New York lebt, um weitere Erfahrungen zu sammeln.

 

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Foto (c) Max Hochstätter

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Foto (c) Michael Dürr

 

Am Big Apple hat sich auch die START-Stipendiatin Astrid Deigner eingefunden, um "das Modebusiness in New York zu erkunden. Unter der Woche arbeite ich für 3.1 Phillip Lim. Außerdem habe ich einzelne Teile meiner Kollektionen hierher mitgebracht und fotografiere diese als "Straight-up Konzept" an verschiedenen Personen überall in New York.", sagt die 1983 geborene Modedesignerin im Interview.

 

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Fotos (c) Sia Kermani


Franziska Fürpaß ist im gleichen Jahr wie Deigner geboren und hat nach Zuerkennung des Stipendiums beschlossen, ein "Frauenlabel" zu gründen. "Mit George Bezhanishvili arbeite ich an der Frauenlinie Femme Maison", sagt Franziska Fürpaß, "Das Label ist inspiriert von der französischen Künstlerin Louise Bourgeois, daher auch der Labelname, der von einer ihrer Kunstserien stammt. Das Label definiert sich einerseits durch das Bedürfnis nach Schutz, anderseits durch die Notwendigkeit des Aufbruchs. Ein Zusammenspiel zwischen dem getragenen Kleidungsstücks als "Haus" und dem nackten Körper." erklärt Fürpaß weiter, "Im Winter letzten Jahres präsentierten wir unsere Kollektion im Grazer Concept Store Wolfensson und planen jetzt unseren ersten internationalen Auftritt." 

 

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Michael Sellinger und Zvezdana Pelengic-Strajinovic zog es nach England. Michael Sellinger hatte schon vor Jahren sein Quartier in London bezogen. Sellinger hatte das Modekolleg in Hetzendorf besucht, ehe er den Sprung nach Britannien wagte. Nach seinem Studium am Central Saint Martins College heuerte er bei der Londoner Marke "Unconditional" an und baut nun nebenher sein eigenes Label "Silent Venture" auf. Mit dem nun zuerkannten Geld des START-Stipendiums konnte er nun eine kleine Herrenkollektion gestalten, die soeben fertig gestellt wird. 



Zvezdana Pelengic-Strajinovic wechselte nur für kurze Zeit auf die Insel: "Ich wollte über mehrere Wochen einen Strickkurs in England besuchen. Den wollte ich schon länger besuchen aber ich hatte nie die finanziellen Mitteln dazu. Das Stipendium hat das ermöglicht. Ich war sehr dankbar dafür." 

 

Im südenglischen Brighton besuchte Pelengic-Strajinovic das Zentrum Knit-1 das direkt mit Firmen der Modeindustrie zusammenarbeitet. Als Lehrer arbeiten renommierte Strickdesigner, "die Kurse sind extrem intensiv gestaltet, man lernt sehr viel und kommt nach Hause mit einem großen Portfolio, vorausgesetzt man kommt gut mit und kann sich die Techniken schnell aneignen", erklärt Pelengic-Strajinovic, "Die Kursleiter stellen sich auf einen ein. Wenn man langsamer ist, dann lernt man auch weniger Techniken, da die Zeit dann nicht mehr reicht. Da ich schon eine Strickausbildung aus meiner Zeit in Hetzendorf hatte, konnte ich es sehr gut und lernte sehr schnell Neues."

 

 

Alle StipendiatInnen sehen sich selbst als ausgesprochen motivierte DesignerInnen, die von sich aus angetrieben sind, Modedesign zu entwickeln. Das START-Stipendium kam zum rechten Zeitpunkt, denn "ohne die nötigen finanziellen Mittel sind Pläne oft nur langsamer oder schwieriger umzusetzen.", analysiert Michael Selinger. 

 

"Anerkannt und gefördert zu werden, bedeutet für mich die Motivation, meine Ideen weiterzuführen.", resümiert Saskia Wendland über das START-Stipendium, "Ich denke, wenn deine Arbeit jemanden berührt oder anspricht, sollte man diesen Moment umarmen und Motivation daraus schöpfen, denn generell sind die meisten Menschen von Mode doch oft schnell wieder gelangweilt, oder nicht?"

 

 

Text: Rainer Hawlik

 

 

Der 2-mal jährlich erscheinende offizielle Newsletter des BMUKK informiert über alle Förderungen und Aktivitäten.

Zur Anmeldung: bmukk-kunst-kultur.at/newsletter


   

Hier zu den Portraits der ersten fünf START-Stipendiatinnen

 

 



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