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Style Awards

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Die EVOQUE Style Awards 2011 in Berlin

 

Bereits im Frühjahr dieses Jahres begann die Suche nach kreativen Köpfen aus den Disziplinen Mode, Musik und Design für die EVOQUE Style Awards . Anlässlich der Nominierung eines heimischen Modelabels hat AUSTRIANFASHION.NET am 7.Oktober 2011 das Finale der EVOQUE Fashion Awards am 2011 in Berlin besucht.


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Die Berliner Modelandschaft in ihrer Vielfältigkeit macht es nicht einfach, zwischen all den Fashion Weeks, Modewettbewerben und -preisverleihungen einen Überblick zu bewahren.
Am vergangenen Freitag lud der Autohersteller Land Rover in das Umspannwerk Kreuzberg, das, im hippen Zentrum der Stadt gelegen, dem ein oder anderen womöglich noch in Erinnerung ist: Erst im Januar hatten die wenig aufregenden Schauen des Fashion Week-Ablegers „Green Avantgarde“ in der alten Generatorenhalle stattgefunden. Nun also die Final-Show der EVOQUE Style Awards mit Preisverleihungen in den Bereichen Mode, Musik und Design.


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Rund 300 Jungdesigner hatten sich mit ihren Kollektionen am Wettbewerb beteiligt und sich über regionale Vorausscheide für das Finale in Berlin qualifiziert – unter den sechs Finalisten für den Award in der Kategorie Fashion war mit Mark & Julia auch ein österreichisches Label vertreten. Die Wiener Julia Rupertsberger und Mark Baigent hatten in München den Vorrundensieg davon getragen und waren wenige Tage vor dem Finale in Berlin aus der Online-Abstimmung für den Publikumspreis als Sieger hervorgegangen.
Der Preis des Siegers im Hauptwettbewerb gestaltete sich attraktiv: Die Realisierung einer Kollektion in Kleinserie im Wert von 25.000 Euro in Kooperation mit der Nachwuchsdesigner-Plattform LOOKK.com, der Neuausgabe von Garmz.com.


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Die Kollektionen im Finale konnten sich sehen lassen: So trat Nicole Roscher mit ihrem Label Von Bardonitz für Berlin an. Die Kollektion „common delusion“ stach durch avantgaristische Silhouetten und das Spiel mit den Proportionen hervor. Hier fanden sich etwa asymmetrische Hosen zu oversized Mänteln in Senfgelb, Ultramarin und Grautönen.


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In Düsseldorf hatte sich das Berliner Menswear-Labels dyn qualifiziert. „Schattenstadt“ heißt die Kollektion der Designerin Frida Homann, die als einzige auch während der Gruppenschau frenetischen Applaus für ihre Arbeiten erhielt. Als Inspiration für ihre Kollektion nannte sie den Film Noir und hinter den exzentrischen Drappierungen in grau und schwarz verbargen sich nahezu tragbare, solide Styles.


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Auch die subtextfrei auf ihre Geschichte verweisende Kollektion „Architectural Gothic Expressionism“ des gebürtigen Londoners Tarang Bharti, der den Vorentscheid in Frankfurt am Main gewonnen hatte, verzichtete nahezu ganz auf den Einsatz von Farbe. Starke Schwarz-Weiß-Kontraste, harte Schnitte und Elemente wie Schnürungen und breite Schärpen verwiesen auf die Optik japanischer Goths.


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Ebenfalls in London beheimatet ist Gözde Ariğ, ( Anm.: sie konnte wegen Einreiseschwierigkeiten an der Show nicht teilnehmen ) Ottomangewebe, die minimalistischen Skulpturen Barbara Hepworths und die Bildhauarbeiten Alexander Calders nennt Ariğ, Siegerin bei der Qualifikation in Stuttgart, als Vorlage für ihre Kollektion. Entsprechend vielschichtig fiel ihre Kollektion „3 Dimentional Feasibility“ (sic!) aus: Knappe Jäckchen, kreisrunde Ausschlüsse und farbige Riesenpailletten bildeten in Grün-, Blau- und Kupfertönen ungewöhnliche Highlights.


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Das Label Tadedesign von Tanja Karis war den Weg ins Finale über die Qualifikation in Hamburg gegangen: Die Kollektion „dazwischen “ war mit ihren geometrischen Anleihen den Arbeiten von Mark & Julia nicht unähnlich. Mühelos zwischen Exzentrik und Gemütlichkeit changierend, mit Strick, Stoff und Leder vielfältig in der Materialwahl, bediente sie sich einer Farbpalette aus Lachs- und Beerentönen.


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Der Sieg, verkündet durch den Münchener Designer Marcel Ostertag, ging an Mark & Julia. Für die Show ihrer Kollektion "Trigonomia" hatten die beiden österreichischen Designer einen Soundtrack gewählt, der auf einem alten Gameboy programmiert wurde – eine kongenialer Effekt für die Präsentation der geometrischen Schnitte aus der aktuellen, in schwarz und steingrau gehaltenen Kollektion.

Die Jury – Nadine Knobelsdorf von LOOKK.com, Leonid vom Frankfurter Label leonid matthias und Silke Geib vom Karriere-Netzwerk ABOUT:FASHION – war begeistert: „Dass wir mit ‚Trigonomia‘ eine Kollektion mit wirklich innovativer, geradezu avantgardistischer Schnittführung gefunden haben, die sich trotzdem perfekt für eine Umsetzung in eine Ready-to-Wear-Kollektion eignet, war für uns letztlich ausschlaggebend bei der Preisvergabe“, so Knobelsdorf.

Für die Gewinner Mark Baigent und Julia Rupertsberger stehen aufregende Tage an: „Wir werden Mark & Julia für eine Woche nach London ins LOOKK-Studio einladen, um an der Umsetzung ihrer Capsule Collection zu arbeiten. Diese kann aus der ursprünglich eingereichten Kollektion entwickelt, aber auch komplett neu erstellt werden. Um für Mark & Julia möglichst große und auch nachhaltige Effekte aus dem Gewinn zu erzielen, wird das Preisgeld mit ihnen gemeinsam direkt auf ihre Bedürfnisse und auf das Stadium ihres Labels abgestimmt“, erklärt Andreas Klinger von LOOKK.com.

Die EVOQUE Awards 2011 haben schon allein aufgrund der überzeugenden Kollektionen der Finalisten ihren Platz im Berliner Modezirkus verdient. Nur die akustische Präsentation der Veranstaltung enttäuschte: Wer sich nicht unmittelbar am Laufsteg befand, verstand kein Wort und musste sich mit der visuellen Präsentation auf einer der Leinwände begnügen. Dabei hatte die sechsteilige Schau mit ihrer gelungenen Choreografie unbedingt die Aufmerksamkeit aller Gäste verdient.




Text: Friedrich Reip, lebt und arbeitet als freier Kulturjournalist in Berlin.

Alle Bilder beigestellt



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  Comments (1)
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Written by friedrich reip, on 19-10-11 14:54
Alexander Calder @ Pace Gallery, NYC, NY, USA => http://www.nytimes.com/2011/10/19/arts/design/alexander-calder-in-1941-at-the-pace-gallery.html?nl=todaysheadlines&emc=tha28

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