Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
>
NEWSLETTER SIGN UP
CONTRIBUTE
Keep us informed about your current projects in Austria and beyond,
your group initiatives, collaborations, networks and research.
We welcome your contributions!
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
Nach dem Hype ist vor dem Hype: Blogs als Diskussionsthema auf der Berlin Fashion Week
Messen, Showrooms, Laufsteg, Parties. Die Berlin Fashion Week wartete
auch diese Saison mit den Standards auf, aber zusätzlich hatten die
Veranstalter ein breites Programm aus Vorträgen und Workshops für die
Besucher und versuchten die Besucher mit Experten und Trend-Themen zu
locken.
Während die auf grüne und nachhaltige Mode spezialisierte Messe theKey.to mit Expertenvorträgen etwa zum Thema „Zertifikation ökologischer Textilien“ aufwartete, nahm sich die JAM Berlin des Themas „Duft-Marketing am Point of Sale“ an, und die Bread&Butter (in Kooperation mit dem Berliner Stadtmagazin Zitty und der Zeitung Tagesspiegel) lud zur Talkrunde, rund um das Thema Stil. Als erste Frage stand dort wenig tiefsinnig „Was ist gutes Modedesign und wer braucht das“? auf dem Programm.
Auf ein anderes Thema hatte die Messe Premium gesetzt und versuchte mit den magischen vier Buchstaben B-L-O-G zu locken, denn das digitale Tagebuch ist bekanntermaßen „in" – besonders in Sachen Mode.
Und so herrschte zur Podiumsdiskussion mit Moderatorin Mary Scherpe (Stil in Berlin) und den vier Gästen, Christoph Amend (Zeit Magazin), Markus Luft (Gala), Sven Schöne (K-MB) sowie Imran Amed (Buisness of Fashion) entsprechend reger Andrang.
Viermal so viele Anmeldungen wie Sitzplätze gab es für die Diskussion der Frage „Blogs: Hype or Future?“. Und der Hype um die Veranstaltung selbst, hatte wohl weniger mit den den geladenen Gästen vor Ort zu tun, als hauptsächlich mit dem Namedrop der Veranstaltung und heimlichem Star der letzten Berliner Modewoche: Suzy Menkes. Die berühmteste Mode-Kritikerin der Welt war allerdings nicht persönlich vor Ort, sondern kam nur via Videoleinwand zu Wort und alle, die an dieser Stelle 2.0-Feeling mit Live-Stream erwartet hatten, wurden enttäuscht, denn das Interview mit Menkes war bereits zuvor aufgezeichnet und aufbereitet worden. Sicher ist sicher – auch anno 2010.
Menkes lieferte dann allerdings schon in den ersten zehn Minuten der Veranstaltung schon die Antwort auf die Frage, ob Blogs eine kurzweilige Trenderscheinung sind oder die Zukunft bedeuten: „That's (Anm. d. Red.: das Bloggen) never going to stop – now that that's started, that's it forever.“
Gut zu wissen, verlor das Experten-Quintett vor Ort die Fragestellung doch fast zwei Stunden lang aus den Augen und versuchte stattdessen nach Erkennungsmerkmalen guter und schlechte Blogs zu suchen – und wie man sie findet oder unterscheidet. Die Antworten lüfteten, wie nicht anders zu erwarten, kein unentdecktes Geheimnis: gut bedeutet, ein Blog wird regelmäßig gepflegt, mit gründlich recherchierten Infos gespickt – und vor allem mit Leidenschaft betrieben. Aber auch ein noch so ambitioniert geführter Blog kann ein stilles, heimliches Dasein in der virtuellen Welt fristen. Wie also wird das digitale Tagebuch zu einem, das mehr Menschen als die besten Freunde zum Klicken und Lesen bringt? Konsequenz, Geduld und virales Marketing mit Hilfe von Twitter und Co! Und dann? Mit treuer und wachsender Leserschaft, die jede Tastatur-Bewegung verfolgt – wie kann dann daraus mehr werden? Wie, die neue Aufmerksamkeit vermarktet und damit vielleicht sogar der Lebensunterhalt bestritten werden?
Das blogger-lastige Publikum, lauschte aufmerksam und fragte nach, ob umsonst vergebene Werbebanner die entscheidende Strategie sein könnten, um zahlungskräftige Kunden an Land zu ziehen? Kommen die Firmen auf die Blogger zu oder muss der Blogger selbst aktiv werden? Doch darauf, wie auf die meisten anderen Fragen, konnte auch die Talk-Runde keine universelle Antwort liefern.
Fest steht, die Modeindustrie weiß inzwischen, um die Macht der Blogger und hat sich entschieden sie zu nutzen. Und fest steht auch – nicht nur bei diesem Symposium, sondern überall auf der Berliner Modewoche waren sie wieder zu sehen – mit iPhone, Digicam und Laptop: die Blogger. Immer auf der Suche nach dem nächsten Trend, dem nächstbesten, persönlichen Objekt der Begierde, das es ad hoc hochzuladen und mit der Welt zu teilen gilt - sich in der neugewonnen Aufmerksamkeit sonnend.
Text: Nina Trippel Freie Redakteurin, Autorin und Texterin in den
Bereichen Mode, Design, Lifestyle & Travel für verschiedene
deutsche und internationale Auftraggeber.
Tipp zur Nachlese der Berlin Fashion Week DERZEIT
The official Mercedes-Benz fashion week Berlin daily online
Bookmark this page!
Comments (9)
Write Comment
Please keep the topic of messages relevant to the subject of the article.
Personal verbal attacks will be deleted.
Please don't use comments to plug your web site. Such material will be removed.
Just ensure to *Refresh* your browser for a new security code to be displayed prior to clicking on the 'Send' button.
Keep in mind that the above process only applies if you simply entered the wrong security code.